bagfa-Analyse: „Engagement für und mit Flüchtlinge(n) im Spiegel der Freiwilligenagenturen“

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Was sind die Aufgabenfelder von Freiwilligenagenturen im Bereich der Flüchtlingshilfe? Sind Flüchtlinge selbst als Akteure eingebunden? Wie gut ist die Zusammenarbeit mit der öffentlichen Verwaltung und zivilgesellschaftlichen Akteuren? Woran mangelt es am meisten vor Ort im Feld der Engagementförderung und Flüchtlingshilfe und was sind die größten Hindernisse? So lauteten die zentralen Fragen, die die bagfa im September 2015 in einer Umfrage zum Thema „Engagement für Flüchtlinge und mit Flüchtlingen“ , an an der 87 Freiwilligenagenturen teilgenommen haben. Wesentliche Ergebnisse waren: Freiwilligenagenturen sind als Informations-, Vermittlungs-, und Vernetzungsstellen in der Flüchtlingshilfe präsent. Außerdem entwickeln und bieten sie Projekte an, die das Engagement für Flüchtlinge fördern. Bemerkenswert dabei ist, dass die Agenturen auch das Engagement von Flüchtlingen im Blick haben: 46 Prozent geben an, an, dass Flüchtlinge auch als Akteure in ihre Aktivitäten eingebunden sind. Allerdings fehlt es an Ressourcen (vor allem für Personal): Nur 36 Prozent der Freiwilligenagenturen erhalten für das Themenfeld zusätzliche finanzielle Mittel. Neben fehlenden Ressourcen (69 Prozent) sind die mangelnde Koordination vor Ort (74 Prozent) und fehlendes Informationsmanagement (48 Prozent) die größten Herausforderungen. Die Zusammenarbeit (Kooperation) mit anderen zivilgesellschaftlichen Organisationen und der öffentlichen Verwaltung wird mehrheitlich als gut bewertet.

Stand: Januar 2016

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